Kunst, die sich bewegt

Professionelle Künstlerinnen gestalten eine wöchentliche Kunstwerkstatt mit den Kindern des Fröbel-Kindergartens Traumzauberbaum.

Seit Anfang des Jahres sind Elma Riza und Susanne Soldan fester Teil des Freitags im Fröbel-Kindergarten Traumzauberbaum. Die beiden Künstlerinnen bringen künstlerische Perspektiven und Arbeitsweisen mit, die in der frühen Bildung selten Raum finden. Riza arbeitet international im Bereich Performance, Raum- und Landschaftsforschung, Soldan entwickelt interaktive Kunst- und Tanzprojekte im Stadtraum. Gemeinsam mit den Kindern gestalten sie eine Werkstatt, in der Kunst als offener Prozess erfahrbar wird – spontan, körperlich, dialogisch.

Kunst zum Mitdenken und Mitgestalten

Die Kinder entwerfen eigene Wege, erkunden Materialien, beobachten und hinterlassen Spuren. Mit buntem Klebeband wurden Linien durch den Bewegungsraum gelegt, es wurde balanciert, getanzt, gedeutet. Später entstanden Stadtpläne aus Papier, Faden und Stoff, inspiriert von Wegen, Häusern und eigenen Erinnerungen. Auch Strukturen aus dem Kita-Alltag – wie Böden, Mauern oder Möbel – wurden durch Abpausen sichtbar gemacht und zu Collagen verarbeitet. Vorschulkinder gestalteten nach einem Kiez-Ausflug eigene Mosaike zum Thema „Träume“. Und auch die Jüngsten waren dabei: Sie tauchten mit Händen und Füßen ein in großflächige Farbräume, spürten, mischten, hinterließen Spuren.

„Die Kinder erleben Kunst hier in all ihren Facetten – bewegend, gestaltend, nachdenklich. Jede Altersgruppe kann sich einbringen“, so das Leitungsteam. Das Besondere: Die Künstlerinnen entwickeln die Werkstatt nicht für, sondern mit den Kindern. Ihre Impulse stehen im Mittelpunkt – und werden Teil eines gemeinsamen, partizipativen Kunstprozesses, wie es ihn in dieser Form nur im Fröbel-Kindergarten Traumzauberbaum gibt.

Die Zusammenarbeit wird noch bis Jahresende fortgesetzt und durch Fröbel-Fördermitgliedschaften ermöglicht.